Wuppertal – Köln

Rheinischer Jakobsweg Wuppertal – Köln

Mit dem Fahrrad auf den Spuren der Jakobspilger

Der auch in meinen Blogs beschriebene Westfälische Weg 1 von Oldenburg nach Wuppertal endet hier an der ehemaligen Klosterkirche in Wuppertal-Beyenburg. Und genau an dieser Stelle startet der nachstehende Rheinische Weg der uns weiter nach Köln führt.

Die real im vom 14. bis 16. März 2017 gefahrenen Strecken finden Sie inzwischen von hier bis hier.

Etappe Wuppertal-Beyenburg – Wermelskirchen

Wuppertal-Beyenburg, Remscheid-Lennep, Wermelskirchen

EWK01 Beyenburg-Lennep-Wermelskirchen 22 km, 463 hm (Fußpilger)

Hilfe: WP GPX Maps

volle Distanz: 19212 m
Maximale Höhe: 357 m
Minimale Höhe: 188 m
Gesamtanstieg: 463 m
Gesamtabstieg: -366 m
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Radweg-Streckencharakter: leicht, zu Beginn steiler Anstieg, überwiegend auf verkehrsarmen Straßen ohne Radweg sowie auf ehemaliger Bahntrasse

EWK01rr Beyenburg-Lennep-Wermelskirchen 18 km, 257 hm (radtauglich)

volle Distanz: 17441 m
Maximale Höhe: 347 m
Minimale Höhe: 194 m
Gesamtanstieg: 257 m
Gesamtabstieg: -159 m
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Etappe Wermelskirchen – Odenthal

Wermelskirchen, Dabringhausen, Altenberger Dom, Odenthal

EWK02 Wermelskirchen-Odenthal 19 km, 249/-466 hm (Fußpilger)

Hilfe: WP GPX Maps

volle Distanz: 18816 m
Maximale Höhe: 295 m
Minimale Höhe: 78 m
Gesamtanstieg: 249 m
Gesamtabstieg: -466 m
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Radweg-Streckencharakter: leicht, kurvenreiche und teils steile Gefällestrecken, teilweise auf Radwegen

EWK02rr Wermelskirchen-Odenthal 18 km, 229/-466 hm (radtauglich)

Hilfe: WP GPX Maps

volle Distanz: 17519 m
Maximale Höhe: 306 m
Minimale Höhe: 76 m
Gesamtanstieg: 229 m
Gesamtabstieg: -446 m
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Etappe Odenthal – Köln

Odenthal, Schildgen, Dünnwald, Köln

EWK03 Odenthal-Köln 18 km, 77/-106 hm (Fußpilger)

Hilfe: WP GPX Maps

volle Distanz: 17110 m
Maximale Höhe: 97 m
Minimale Höhe: 39 m
Gesamtanstieg: 77 m
Gesamtabstieg: -106 m
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Radweg-Streckencharakter: leicht, geringe Steigungen, überwiegend auf Radwegen, teilweise auf befestigten Waldwegen

EWK03rr Odenthal-Köln 21 km, 85/-110 hm (radtauglich)

Hilfe: WP GPX Maps

volle Distanz: 20422 m
Maximale Höhe: 97 m
Minimale Höhe: 38 m
Gesamtanstieg: 85 m
Gesamtabstieg: -110 m
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Der Rheinische Jakobsweg von Wuppertal nach Köln endet hier am Kölner Dom. Ab hier kann man/frau den Rheinischen Wegen weiter nach Aachen, Koblenz oder Trier folgen.

Mit „meinen“ Etappen ab EKA01 Köln nach Aachen geht’s hier im Blog mit der Planung demnächst bis Aachen weiter. Weitere Infos auch im Beitrag von Köln nach Echternach

Pilgerweg durch Köln

folgt

Rückreise Köln Hünxe

Mit der Bahn von Köln über Duisburg bis Voerde-Friedrichsfeld

Köln Hbf, Duisburg Hbf, Voerde-Friedrichsfeld

Weiterreise mit der Bahn

Zeit Bahnhof Gleis Zeit zum Umsteigen
13:49 Köln Hbf 4 A-C
14:36 Duisburg Hbf 12  8 Minuten
14:44 Duisburg Hbf 11
15:09 Voerde-Friedrichsfeld 1

Letzte Etappe mit dem Fahrrad

Voerde-Friedrichsfeld – Hünxe 11 km

Landschaften

Bergisches Land

Im Bergischen Land liegt Wuppertal-Beyenburg, der Ausgangspunkt unserer Pilgerroute. Die Bergischen Hochflächen sind ein Teil des Rheinischen Schiefergebirges und eine sanft hügelige großwellig bewegte Landschaft. Sie basieren auf gefalteten Gesteinen des bis zum Rhein hin abfallenden Schiefergebirges. Zahlreiche Flüsse und Täler queren unseren Weg. Oft sind die Kuppen und Talhänge bewaldet. Der Ackerbau ist auf den Bergrücken und die grüne Weidewirtschaft in den Tälern und auf den steileren Höhen anzutreffen.

Häuser und Höfe haben oft schwarz gestrichene Balken und weiße Lehmgefache. Die grünen Fensterläden kennzeichnen den typisch bergischen Stil.

Schon im Mittelalter entwickelte sich der Raum um Solingen, Remscheid und Wuppertal unter dem Einfluss des Gewerbes zu einem dicht besiedelten Gebiet. Der Wasserreichtum, das ergiebige Holzvorkommen und das Erz bildeten die Grundlage für eine jahrhundertealte produzierende und verarbeitende Industrie. Schmiedehämmer und Schleifkotten prägten die Täler.

Die Handelsstraßen führten und führen (B51, L411) über die Höhenrücken.

Bergische Heideterrasse

Die Bergische Heideterrasse ist zwar 80 km lang aber nur wenige km breit und auf unserem Weg in der Nähe von Schildgen (Dünnwald) schnell gequert. Blühende Heideflächen, sumpfige Erlen- und Moorbirkenwälder, artenreiche Feuchtwiesen und kleine Weiher bilden zu Füßen des Bergischen Landes den Übergang zur Niederrheinischen Tiefebene und der Kölner Bucht.

Kölner Bucht

Auf der Heideterrase gelangen wir durch den Dünnwald und den gleichnamigen Kölner Stadtteil in die Kölner Bucht. In dieses Senkungsgebiet hat der Rhein die rechtsrheinische Niederterrasse und die linksrheinische Nieder- und Mittelterrasse aufgeschottert.

Kölner Bucht

Ungefähre Lage der Kölner Bucht | Abbildung von user:Walter Koch – www.maps for free.com, GFDL, Link

Vor ca. 30 Millionen Jahren sanken Teile des Rheinischen Schiefergebirges ab, und es bildete sich ein Niederungsgebiet, das der Rhein im Wechsel durch Schotter akkumulierte oder abtrug. Die Prägung der unmittelbaren Kölner Bucht, der Niederterrasse, erfolgte in der geologisch jüngsten Epoche. Das Ackerland wird geprägt durch den Wechsel von kiesigen Flächen mit durch Auenlehm fruchtbareren Strecken.

Quellen: LWL, LVR, Wikipedia, bergische-heideterrasse.net, NABU, eigene Recherchen

Pilgerspuren

Beyenburg war eine der wichtigen Stationen der alten Heer- und Königsstraße, die aus Nord- und Mitteldeutschland nach Köln führte. Diesen Fernhandelsweg benutzen auch die aus dem Westfälischen kommenden Fußpilger. In Beyenburg gingen sie über die bereits 1335 erwähnte Wupperbrücke.

Bergischer Jakobsweg in Wermelskirchen, AltenbergOdenthal-Köln

Seit dem 10 Jh. entwickelte sich Köln zu einem wichtigen Fernhandelsplatz und Kunstzentrum. Der Bau des Kölner Doms dauerte mehrere Jahrhunderte (1164-1880). Mitte des 12. Jh. war der Hohe Dom Köln Ziel und Ausgangspunkt vieler innerstädtischer Wallfahrten. 1164 klaute man (Barbarossa) die Gebeine der Heiligen Drei Könige in Mailand. Er schenkte die Reliquien Erzbischof Rainald von Dassel und man verbrachte sie nach Köln. Für die meisten Pilger war und ist Köln nicht Ziel sondern Durchgangsort. Im Dom gibt es ein Jakobusfenster (um 1330). Unter den zwei Türmen gibt es drei Portale. Nur das Petersportal und sein Figurenschmuck stammen aus dem Mittelalter. Die beiden anderen Portale sind erst im 19. Jh. entstanden. Rechts außen steht Jakobus mit einer Pilgermuschel in der Hand (Replik). Weitere zahlreiche interessante Spuren im Dom ab Seite 80 ff im nachstehenden Literaturhinweis.

In Köln am heutigen Waidmarkt entstand eine Jakobuskirche um 1071. Damenstiftskirche Köln,

Quellen: LWL, LVR, KuLaDig, Stadt Wermelskirchen, GPS-info,

Literaturhinweis


LVR, Wege der Jakobspilger im Rheinland – Band 1 – Rheinland,
Von Wuppertal über Köln nach Aachen,
Fuß- und Radwanderung
Landschaftsverband Rheinland / Deutsch St. Jakobus-Gesellschaft (Hrsg.)
Annette Heusch-Altenstein und Karlheinz Flinsbach
J.P.Bachem Verlag, Köln
ISBN 978-3-7616-2814-0
5. überarbeitete Auflage von 2014

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