My Camino 2018 Tag 23 Las Herrerias – O Cebreiro – Fonfria

GALICISCHER CAMINO HAHN | Foto © 2018 Waltraud Sommer

Das Rauschen des Bergbachs direkt unter unserem Zimmerfenster ist das Erste, was wir heute morgen hören. Ein Blick nach draußen zeigt die aufgehende Sonne und es kündigt sich gute Sicht und bestes Wetter an.

Las Herrerias – Fonfria

Unser erstes wichtiges Zwischenziel heute ist das Museumsdorf O Cebreiro. Vom Startpunkt bis dahin geht’s ordentlich bergauf.

Manche wählen dafür ein anderes Verkehrsmittel, so ziehen an unserer Herberge Pilger auf Leihpferden vorbei.

Der in den 60er bis 80er Jahren des letzten Jahrhunderts hier ansässige Pfarrer Don Elías Valiña Sampedro hat mit seinen legendären gelben Pfeilmarkierungen und seiner Lobbyarbeit bei der EU und die daraus resultierenden Förderungen praktisch die Wiederbelebung des Camino Francés und der Jakobswege in Europa iniziiert.

Außerdem bestaunen wir die ovalen Pallozas in O Cebreiro. Das Konzept dieser Museumsbauten stammt noch aus der vorrömischen Zeit. Neben den üblichen Camino-Souvenirs bieten die kommerziellen Läden auch nachgemachtes aus der keltischen Zeit an.

Der bekannte und beliebte Ort wird – wie erwartet – bei diesem grandiosen Wetter von Pilgern und Touristen jeglicher Couleur reichlich geflutet.

Sehr entspannt geht es dagegen an unserem heutigen Tagesziel, dem kleinen Ort Fonfria zu. Hier wohnen weniger als 50 Menschen. Es geht entspannt und gelassen zu und trotzdem funktioniert alles ohne Hektik. Sofern einen der Stallgeruch der benachbarten Kuhställe nicht stört – eine wahre Idylle. Sogar ein stolzer galicischer Hahn mit seinem Haarem gibt uns die Ehre und besucht uns auf der Terrasse der Herberge.

Während draußen noch zahlreiche Spät-Pilger direkt an der Terrasse vorbeiziehen, kehrt ein Pilger-Pärchen ein, dem wir schon heute morgen kurz begegnet sind. Als wir später im Gespräch feststellen, dass sie nicht weit entfernt von uns – nämlich in Bocholt – zu Hause sind, zeigt sich mal wieder wie klein die Welt ist.

Das Pilgermenü am Abend ist wie üblich – jedoch als  Postres nehmen wir den landestypischen Frischkäse mit Honig – eine uns bis dahin unbekannte Delikatesse. Auf die Idee kommen noch viele andere Gäste. Als der Frischkäse knapp wird, bringt eine junge Frau aus dem Dorf zu Fuß unauffällig Nachschub. Was für eine CO2 sparende Logistik.

Statistik

23 Tageskilometer

462,6 km insgesamt
davon ca. 103 km Taxi/Bus und ca. 44 km Bahn.

153 km bis nach Santiago de Compostela

Fazit

Der Tag 23: eine ordentliche Steigung, überwältigende Bergpanoramen und zwei Orte wie sie unterschiedlicher nicht sein können – ein abwechslungsreicher und überaus interessanter Pilgertag.

Morgen geht’s weiter nach Samos.

Unterkunft

Casa de Lucas
Fonfria, 25
Fonfría, 27671,
Spanien
Telefon: +34 690 34 67 40

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Bilder des Tages

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Hilfe: Gallery

Mit dem Pferd nach Cebreiro
O Cebreiro Galicien
Galicischer Stein
O Cebreiro
Kirche 9. Jhd. Santa Maria la Real O Cebreiro
Santa Maria la Real O Cebreiro
Grabstätte Elias Valiña O Cebreiro 1929-1989
O CEBREIRO
O CEBREIRO
Galicien
O Cebreiro
O Cebreiro
O Cebreiro
Kirche O Cebreiro
O Cebreiro
Museumsdorf O Cebreiro
O Cebreiro
Museumsdorf O Cebreiro
Galicische Berglandschaft
Galicische Berglandschaft
Galicische Berglandschaft
Santa Maria la Real O Cebreiro
EliasValiña (1929 - 1989)
Vermischung der Kulturen
Fonfria
Galicien
Kirche in Fonfria
Casa de Lucas
Galicien
Fonfria 147,708 km bis Santiago de Compostela
Fonfria
Galicischer Camino Hahn
Hahn in der Bar
Hahn in der Bar
Galicischer Hahn auf der Terrasse der Bar
Mit dem Pferd nach Cebreiro
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Las Herrerias – O Cebreiro  – Fonfria

volle Distanz: 22070 m
Maximale Höhe: 1354 m
Minimale Höhe: 678 m
Gesamtanstieg: 1134 m
Gesamtabstieg: -545 m
Gesamtzeit: 04:10:40
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