My Camino 2017 Tag 13 Estella – Los Arcos

Weite Felder und Blick auf den Villamayor de Monjardín | Foto Gustav Sommer

Pilgerweg Camino Francés

Estella (Lizarra) – Los Arcos

Nach dem ordentlichen Anstieg zu Beginn des Tages, konnten wir heute auf den überwiegend sanften Hügeln meistens fahren ohne aus dem Sattel zu müssen. Der nach wie vor großen Hitze begegneten wir wieder mit genügend Trinkpausen und unseren nassen Waschlappen!

Tacho Logbuch Tag 13

My Camino: Montag, 19. Juni 2017

Estella – Los Arcos 20 Fahrrad-Kilometer, 328 hm, -313 hm

Reale Tagesetappe 20 Fahrrad-Kilometer

Realer Tourauflauf 191 Fahrrad-Kilometer

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Estella

Gegen acht Uhr hole ich die Räder vom Balkon im ersten Stock unseres Hostals und fahre sie mit dem Fahrstuhl in das Erdgeschoss zum Aufsatteln. Frühstücken werden wir später etwas Obst unterwegs.

Auch dieser Tag beginnt mit einem Anstieg, den wir direkt vom Hotel aus schieben müssen. Als Vorteil erweist sich heute Morgen die Lage des Hotels auf einem Hügel am Ende der Stadt Estella. So haben wir als Ausgangspunkt einen Teil der Steigung dieser Etappe schon hinter uns.

Ayegui

Erst als wir den sich nahtlos anschließenden Ort Aysegui erreichen, sitzen wir auf. Am Ende des Ortes fahren wir zum Kloster Santa María la Real de Irache. Natürlich lassen wir die bekannte Wasser- und Weinzapfstelle der Bodegas Irache nicht aus.

Auf der weiteren Etappe dominieren ausgedehnte Weinanbauflächen und gelegentliche Olivenhaine die Landschaft. Im weiteren Verlauf der oft schnurgeraden Straße werden aber die Kornfelder immer mehr.

Azqueta

Kurz vor dem Ort Azqueta fällt unser Blick auf die Lavendel- und Kornfelder. Im Hintergrund sehen wir den Berg und die Burgruine Villamayor de Monjardín.

Vor dem alten Tunnel verlassen wir die NA-1110 und fahren rauf zum Ort Azqueta. Hier machen wir unsere Frühstückspause. Es gibt für jeden zwei Bananen (Plantanas). Vor der Bar treffen wir auf weitere Radpilger. Später kommen hier auch Fuß-Pilger vorbei. U.a. eine nicht zu überhörende skandinavische Jugendgruppe, die unseren Weg heute noch öfter kreuzen wird. Nach dem Ort fädeln wir uns wieder auf die NA-1110 ein.

Die wellige Hügellandschaft lässt sich ganz gut fahren. Oft können wir bei den sanften Abfahrten Schwung für den nächsten Hügel nehmen. Ansonsten muss ich oft zurück in den Hamstergang. Walli rauscht dann an mit vorbei. Sie kommt die Hügel in größeren Gängen schneller hoch als ich.

Einige Kilometer vor Los Archos verlassen wir die NA-1110 und fahren zum Ort hinab.

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Los Arcos

Der kleine Ort ist uns irgendwie sofort sympathisch. Gegenüber einer Herberge legen wir eine kleine Pause ein und überlegen, ob wir heute Nacht hier bleiben oder weiterfahren. Ein Blick auf das geplante Höhenprofil macht klar, die nächsten 20 km werden deutlich anspruchsvoller. Die Sonne brutzelt ordentlich und so beschliessen wir hier zu bleiben.

Die Herberge ist komplett ausgebucht; aber die Pension nebenan können wir über booking.com für die heutige Nacht klar machen.

Wir machen zuerst mal eine Pause im wunderbaren Schatten der Platanen. Die Altvorderen machen auf dem Platz sowas wie Siesta und wir machen mit. Einige Bars haben geöffnet. Wir ziehen rüber zu einer Bar. Dort eröffnet sich uns ein wunderbarer Blick auf die Kirche zur Santa Maria. Während wir uns mit gekühlten Getränken erfrischen, können wir auf dem Kirchturm ein Storchenpaar beobachten. Die beiden fliegen abwechselnd los und kommen mit Futter für den Nachwuchs im Nest zurück.

Dann ziehen wir zur Pension um unser Zimmer zu belegen. Die Räder kommen in den Hof. Von unserem Fenster aus können wir direkt die beiden Kirchtürme und das Storchennest sehen. Wir machen eine Pause und testen die Betten. Den Wecker brauchen wir nicht stellen. Um 18 Uhr fällt in die Herberge gegenüber die skandinavische Jugendgruppe ein. Damit werden wir rechtzeitig geweckt. 😉

Wir gehen zur Fuß in die Kirche und bewundern die barocke Pracht im Innern. Auch eine Jakobsfigur entdecken wir. Der Kreuzgang ist wild romantisch mit zahlreichen großen Rosenstöcken.

Walli ergänzt noch unsere Vorräte beim Bäcker und in dem kleinen Supermarkt, der sich offensichtlich größter Beliebtheit erfreut. Wir essen daneben auf der Terrasse, die ganz gut mit Pilgern gefüllt ist. Viele Gesichter kommen uns bekannt vor. Wir haben sie schon unterwegs oder in den Übernachtungsorten gesehen oder getroffen. So treffen wir auch eine Pilgerin, die wir von der Casa Paderborn kennen. Sie spricht uns an und wir tauschen die üblichen Fragen und Antworten aus. „Wie läuft es? Alles klar? Wieviel Kilometer warst Du heute unterwegs? Wie kommst Du mit der Hitze klar?“ usw. usw.

Der Platz Santa Maria hat eine schöne Atmosphäre, die nicht so strak kommerzialisiert ist. Keine plärrenden Lautsprecher. Kein Ballermann. Einfach sehr schön hier.

Vor unserer Pension ist allerdings der Bär los. Bei uns und in der benachbarten Herberge nächtigt die skandinavische Jugendgruppe. Die schönen blonden Mädchen haben natürlicherweise die spanischen Dorf-Jungens angelockt. Die jungen Spanier tun stundenlang und temperamentvoll alles um die jungen Skandinavierinnen zu beeindrucken. So ist das Leben …

Später am Abend sehen und hören wir noch ein Gewitter in der Ferne. Der Wind wird stärker. Es kühlt sich nur geringfügig heute Nacht ab.

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Fazit

Der Tag 13: Trotz großer Hitze ein etwas weniger anstrengender Tag mit wunderbaren Momenten und genügend Zeit zum Innehalten.

Morgen geht’s weiter in Richtung Logroño.

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Unterkunft

Pension Los Arcos
La Carrera 8
Los Arcos
Navarra, Spanien
Telefon: +34 608585153

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Bilder des Tages

Hinweis: Wenn Sie zufällig abgebildet sein sollten, stellen wir Ihnen das Foto / die Fotos, auf denen Sie selbst zu sehen sind, für Ihre privaten Zwecke gern kostenlos zur Verfügung und – auf Ihren Wunsch hin – löschen wir solche Bilder natürlich sofort. Benutzen Sie dazu die Kontakt-Seite.

Hilfe: Gallery

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Etappe Estella – Los Arcos

2017-06-19-Estella-LosArcos.gpx

Hilfe: WP GPX Maps

Gesamtstrecke: 19067 m
Maximale Höhe: 618 m
Minimale Höhe: 444 m
Gesamtanstieg: 318 m
Gesamtabstieg: -313 m
Total time: 04:37:44
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