Herdecke – Gevelsberg

Mit dem Fahrrad auf den Spuren der Jakobspilger Herdecke – Gevelsberg

Die Planung zu der Etappe finden Sie / findest Du hier.

Etappe am 13. März 2017

Herdecke – Gevelsberg  24 Fahrradkilometer
Tour Auflauf 84 Fahrradkilometer

Wetterbericht

Ein Blick um 7:40 Uhr auf das Wetter: noch etwas kühl; aber gute Aussichten mit 15 °C und meist wolkenlosen Himmel.

Wuppertal, 13. März 2017, 7:41
Wolkenlos
Wolkenlos 3°C, 2 m/s, Gefühlte Temperatur: 1°C, Aktueller Luftdruck: 1020 mb, Luftfeuchtigkeit: 69% Wind: 2 m/s O, Böen: 2 m/s, UV-Index: 0, Sonnenaufgang: 6:50, Sonnenuntergang: 18:33,
© 2017 AccuWeather, Inc.

Aufbruch in Herdecke

Das Frühstück ist eins A, sowie man es von einem guten Business-Hotel gewohnt ist. Ich halte mich zurück – wir haben ja Fastenzeit und ich will versuchen diese Woche ein paar Kg hier an den Auffahrten zurück zu lassen. Bei dem reichhaltigem und hochwertigem Angebot fällt das nicht leicht.

Nach dem Auschecken hole ich mein Fahrrad aus der Tiefgarage und sattle vor dem Haupteingang des Hotels auf.

Ich drehe noch eine Ehrenrunde bevor ich auf der richtigen Seite die Ruhrbrücke passiere. Trotz der guten Auflösung meines neuen Navis finde ich den richtigen Radweg zur richtigen Seite der Brücke erst im zweiten Anlauf. Hinter der Brücke geht’s sofort auf eine Nebenstraße an der Ruhr entlang.  Dann schaue ich von der anderen Seite der Ruhr auf`s Hotel und mache noch ein schnelles Foto.

Ruhr und Eisenbahnviadukt

Im Naturschutzgebiet Kaisbergaue bestaune ich die hohe, alte Eisenbahnbrücke über die Ruhr. Mit dem Eisenbahnviadukt durchzieht ein imposantes Bauwerk das Areal. Welche Ästhetik strahlt diese alte Brücke aus. – wunderbar!

Bergprüfung und Buckelpiste

Der weitere Verlauf der heutigen Etappe führ durch den Wald. Die Waldwege sind hier ganz gut befahrbar. Am Ende des Waldes eröffnet sich ein toller Blick auf die Stadt Wetter, die auf der anderen Seite der Ruhr liegt. Kurz danach plane ich spontan um und verlasse den Jakobusweg zu Gunsten eine Radweges bis Hagen. Dadurch spare ich mir einen der Hügel hier. Eine Kreuzung vor der Liebfrauenkirche, Hagen bin ich wieder auf dem Jakobsweg. Es geht stramm bergauf. Ich lerne bei diesem Anstieg meine kleinen Gänge näher kennen und lieben.

Mein Versuch über eine Kleingartenanlage einen der Hügel zu umfahren gebe ich Dank meines Navis auf. Die gute Auflösung meines neuen Oregon 750t bewahrt mich rechtzeitig vor einer Sackgasse. Ich drehe um und folge wieder der Beschilderung des Jakobsweges. Dabei verpasse ich allerdings die Radvariante und folge dem hier abweichendem Fußweg.

Was dann kommt fordert mich. Steil bergauf und Buckelpiste mit Geröll. Eher was für Mountainbiker, weniger für Fahrradpilger auf einem Trekkingrad. Freundlicher formuliert: die Strecke ist anspruchsvoll. An einem der letzten heftigen Anstiege dieses Abschnitts begegnet mir eine Wanderin. Sie spricht mich an: „Da hast Du Dir aber was eingebrockt“. Ich antworte freundlich höflich lächelnd und kurz: „Stimmt!“.

Dies ist der erste von mehreren kräftigen Hügeln der heutigen Etappe. Das Wetter ist klasse. Beim Schieben Helm ab.  Meine Wasservorräte gehen schon zur Neige. Irgendwann habe ich den höchsten Punkt erreicht.

Aber die Abfahrt ist erst recht anspruchsvoll. Extrem steile Passagen, Schlammpfützen vom Regen der letzten Wochen, Geröll, Kopfgroße lose Steine, dicke Baumwurzeln, unterspülte Stellen, fette Schlaglöcher, scharfkantige querende Regenrinnen, Treppenstufen, kurzum alles dabei, die ganze Palette, eher was für Downhill-Mountainbiking.

Ich lasse mich nicht aus der Ruhe bringen und bremse was das Zeug hält. Endlich ein asphaltierter Weg. Allerdings mit starkem Gefälle und extrem engen Serpentinen. Ich bin froh als ich das Tal in Geweke erreiche.

Gute Kennzeichnung des Jakobsweges in diesem Abschnitt

Positiv ist die ausgezeichnete Beschilderung des Jakobsweges in diesem Abschnitt. Irgendwann bin ich wieder auf dem gemeinsamen Rad- und Pilgerweg.

Natürlich geht`s gleich wieder mit einem unbefestigtem Wiesenweg steil bergauf: Hamstergang, schieben, trinken – Wasser einteilen. Die Abfahrt auf dem Wiesenweg ist gut fahrbar. Es tauchen neue Häuser (Haspe) und glatter Asphalt auf. Bei einem freundlichen Menschen vor einer neuen Villa bekomme ich Wassernachschub. Danke!

Eneppe –  Wer zu Hause gut plant, kann vor Ort besser improvisieren

Kurz danach quere ich die Eneppe. Das Tal und die Seitentäler sind schmal. Alte und neue Industriebetriebe schmiegen sich an die Abhänge.

Am Fuße der Kirche St. Bonifatius in Hagen mache ich auf den Treppenstufen Mittagspause. Beim Türken besorge ich mich dafür Wasser und einen leckeren Apfel. Danach geht’s weiter durch die Fußgängerzone des Hagener Stadtteils Haspe. Planmäßig geht der Pilgerweg jetzt an den Höhenlinien der nächsten Hügel entlang.

Ich überlege mir, eine neue Route, die alternativ dem Fluss Eneppe folgt, der ja durch das heutige Tagesziel Gevelsberg fließt. Ich kalkuliere, dass ich dadurch einige der kräftezehrenden Höhenmeter sparen könnte. Zwischendurch benutze ich den Radweg R14. Die Steigungen münden allerdings auch in teilweise knackigen Bergprüfungen. Aber der Untergrund ist asphaltiert. Einen überschaubaren Abschnitt läuft der Autoverkehr auf der schmalen Straße mit. Ich brauche zwar auch oft die kleinen Gänge; aber ich komme besser voran. Der Navi hilft auch bei der abweichende Routenführung mit der zu Hause aufgespielten sehr guten Karte OpenFietsMap aus den Niederlanden super weiter. Auch wenn man manchmal einen gewünschten Abzweig verpasst und dadurch wenden und ein Stück zurück muss, klappte es mit der Devise: „Wer zu Hause gut plant, kann vor Ort besser improvisieren„. Der Vergleich der Planung mit der heutigen realen  Strecke: 446 hm statt 658 hm. – Super!

Gevelsberg

In Gevelsberg treffe ich knapp 1 km vor dem Tagesziel wieder auf meine geplante Route. Vor dem Hotel nehme ich erstmal einen Kaffee. Fazit: Außer das ich irgendwo auf der Buckelpiste meinen kleinen Tacho verloren habe, gab es keine weiteren Verluste. Und ich bin unversehrt angekommen.

Heute ist der 13. und ich bekomme beim Einchecken das Zimmer 13. Alles ist gut!

Morgen geht es über Wuppertal-Beyenburg (333 m NN) nach Lennep. Getreu dem Motto nach der Bergprüfung ist vor der Bergprüfung!

Hilfe: WP GPX Maps.

Gesamtstrecke: 23918 m
Maximale Höhe: 226 m
Minimale Höhe: 89 m
Gesamtanstieg: 446 m
Gesamtabstieg: -370 m
Total time: 07:00:15
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Bilder des Tages

Hinweis: Wenn Sie zufällig abgebildet sein sollten, stellen wir Ihnen das Foto / die Fotos, auf denen Sie selbst zu sehen sind, für Ihre privaten Zwecke gern kostenlos zur Verfügung und – auf Ihren Wunsch hin – löschen wir solche Bilder natürlich sofort. Benutzen Sie dazu die Kontakt-Seite.

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