Frühjahr 2018: Apeldoorn-Zwolle

Auch auf dem Land: vorbildliche Infrastruktur | © Foto Gustav Sommer

Nach dem vortrefflichen und liebevoll zubereiteten Frühstück in der alten Villa holen wir heute morgen sehr bequem unsere Räder aus dem Schuppen im Garten. Schnell haben wir aufgesattelt und fädeln uns direkt hinter „unserer Villa“ auf die heutige Route ein.

Apeldoorn – Zwolle

Apeldoorn, Beemte, Heerde, Wapenfeld, Hattem, Zwolle

Über den Wilhelminen- und den Verzetstrijders-Park verlassen wir auf dem Fietspad (vom Autoverkehr separierter Fahrradweg) Apeldoorn Richtung Norden. Dieser Fietspad führt uns heute über viele Kilometer erst am Kanaal Noord und später am Kanaalweg  entlang. Die Knooppunten (Knotenpunkte) geben uns eine ausgezeichnete Orientierung und bestätigen den Streckenverlauf im vorher zu Hause mit Hilfe des niederländischen Portals geplanten GPX-Tracks im Fahrradnavi.

Es ist mit 17 °C am heutigen Dienstag morgen schon einigermaßen warm. Beine und Hintern haben sich über Nacht von den Anstrengungen der letzten Tage etwas erholt.

Nach Rund 20 km führt uns unsere Route in den Ort Heerde, wo wir in der Sonne eine kleine Mittagspause mit Tomatensuppe einlegen. Bevor wir weiterfahren füllen wir noch unsere Getränkevorräte auf.

Unterwegs machen wir jetzt in immer kürzeren Abständen Getränkepausen. Die Pausen sind für unsere Hintern aber noch wichtiger, da diese doch noch an  den Folgen des Umwegs am vergangenen Sonntag über Nijmegen zu knapsen haben. Die Temperatur liegt deutlich über 20 °C und der April-Nachmittag fühlt sich wieder sommerlich an.

Als wir nach 33 Tageskilometern im Ort Hattem ankommen sind wir po-mäßig doch wieder ziemlich lädiert. Wir schieben die Räder ein kurzes Stück die Kerkstraat hinauf und legen in historischer Umgebung eine Pause ein. Bevor wir unseren Mineralienhaushalt ausgleichen können, machen wir auf den gut gepolsterten Stühlen Entspannungs- und Geduldsübungen: Das Kellnertrio wirkt etwas konfus und braucht im schwach besetzten Lokal fast 25 Minuten um unsere Bestellung aufzunehmen. Na-ja den Hintern hat das gut getan – zumal wir glauben das Tagesziel in 6 km erreicht zu haben.

Wir schwingen uns wieder auf die Räder und folgen der geplanten Route im Navi durch einen wiederum malerischen Streckenabschnitt und erreichen den Fluß Ijssel/Issel (nördlichster Mündungsarm des Rheins in die Nordsee) und den Anleger Ferry ‚t Kleine Veer: Oh, nein nicht schon wieder: Ein Fährübergang ohne Fähre! Walli schaut irgendwie unlustig. Die am Anlieger wartenden Jugendlichen und eine Frau auf der einer Bank brauchen wir erst gar nicht ansprechen, sie kennen das offensichtlich schon und sie rufen uns zu: „You are too early – Ferry only from the end of April“ und „The red railway bridge back there has a bike path„. Das an dieser Stelle die Grenze zwischen Gelderland und der Provinz Oberijssel ist kann die Stimmung auch nicht mehr retten. Also drehen wir rum – die Landschaft ist ja sehr schön und wir radeln suchend zur roten Eisenbahnbrücke mit Fahrradweg. Walli hat nicht mit bekommen, das die Eisenbahnbrücke auch eine Spur für Fahrräder hat. Sie wirkt etwas ungehalten als ich einen Bauer nach der Auffahrt frage und meint: „Da fahren nur Züge!„. Der freundliche Bauer geht ein paar Schritte zurück und zeigt mir die Auffahrt in weiter Ferne. Ich bedanke mich und schwinge mich auf’s Rad bevor die Stimmung weiter kippt.

„Gott sei Dank“ macht der Umweg über die Brücke heute „nur“ 5 km aus. Endlich erreichen wir am Bahnhof (Station Zwolle) vorbei die mächtige Rad-Unterführung der Bahnstrecken und damit die Stadtmauer und das Sassenpoort (14. Jhd.) am Beginn der Altstadt von Zwolle.

Die Unterkunft ist nun schnell erreicht. Das Einchecken läuft entspannt ab. Die Räder stehen in der Garage des kleinen Hotels. Wir wohnen im 2. Stock mit Blick auf die große Kirche. Die Treppe ist schmal und steil; aber das kennen wir ja schon 😉

Zum Abendessen suchen wir uns einen schönen Platz in der Abendsonne direkt gegenüber unserer Unterkunft. Von unserem Platz genießen wir nicht nur unser Faß-Bier und das gute Essen, sondern auch den Blick auf die Altstadt und die große Kirche mit Peperbus („Pfefferbüchse“), den mächtigen Turm der Liebfrauenbasilika sowie auf Drostenhuis aus dem 16. Jhd. Mit diesem Ausblick, sehr gutem Essen und einer hohen Servicequalität des Personals kann der Abend doch noch harmonisch ausklingen.

[expand title=“Tacho Logbuch Tag 04„]

Frühjahr 2018: Dienstag, 10. April 2018

Kilometerstand Patria-Delta: 702 km

Reale Tagesetappe 44 Fahrrad-Kilometer

Realer Tourauflauf 197 Fahrrad-Kilometer

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Fazit

Morgen geht’s weiter in Richtung Norden nach Meppel.

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Unterkunft

Hotel Oldenburg
Melkmarkt 45
Zwolle, 8011 MB
Netherlands

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Bilder des Tages

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Hilfe: Gallery

Frühstück am Kamin
Aufsatteln in Apeldoorn
Reetdach
Reetdach
Kotenpunkt 65
Etappe HGB04 Apeldoorn-Zwolle
Im Gelderland
Perfekte Radwege
Perfekte Radwege
Am Knoten 86
Am Knoten 86
Windmühle
Pause in Hattem
Pause in Hattem
Pause in Hattem
Pause in Hattem
Sassenpoort (14. Jhd.) Zwolle
Sassenpoort (14. Jhd.)
Markt und Peperbus Zwolle
Peperbus Zwolle
Frühstück am Kamin

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Etappe HGB04 Apeldoorn-Zwolle

44 Fahrradkilometer

Apeldoorn, Beemte, Heerde, Wapenfeld, Hattem, Zwolle

Hilfe: WP GPX Maps

Gesamtstrecke: 43728 m
Maximale Höhe: -9 m
Minimale Höhe: -39 m
Gesamtanstieg: 117 m
Gesamtabstieg: -139 m
Gesamtzeit: 06:31:15
Download file: Etappe HGB04real Apeldoorn-Zwolle.gpx

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